Japanischer Staudenknöterich breitet sich aus

Vielleicht ist er euch beim Spazierengehen schon aufgefallen: meterhohe Pflanzen mit dicken Stängeln und riesigen Blättern. Der Japanische Staudenknöterich breitet sich inzwischen auch bei uns immer stärker aus – an Wegen, Bächen, Böschungen oder auf brachliegenden Flächen.

Viele halten ihn erst mal für „irgendeinen Bambus“. Leider ist die Pflanze ziemlich problematisch. Sie wächst extrem schnell, verdrängt andere Pflanzen und kommt jedes Jahr wieder. Das Schwierige: Unter der Erde bildet sie ein großes Wurzelnetz. Schon kleine Wurzelstücke reichen oft aus, damit an anderer Stelle neue Pflanzen wachsen.

 

Warum ist der so nervig?

Kurz gesagt: Man wird ihn nicht so leicht wieder los.

Einmal etabliert, wächst der Knöterich jedes Jahr kräftiger nach. Einfach einmal abschneiden reicht leider nicht. Wer ihn bekämpfen will, braucht Geduld und muss regelmäßig dranbleiben.

Besonders problematisch:

  • an Bachläufen,

  • auf ungenutzten Flächen,

  • an Grundstücksgrenzen,

  • überall dort, wo Gartenabfälle landen.

Denn genau dadurch verbreitet er sich oft weiter.

 

Was sollte man auf keinen Fall machen?

Nicht auf den Kompost werfen! 

Keine Wurzeln oder Pflanzenreste einfach auf den Kompost oder in die Natur kippen. Selbst kleine Stücke können wieder anwachsen.

 

Was hilft wirklich?

  • Regelmäßig abschneiden
    Das Einfachste ist tatsächlich: immer wieder runter damit. Wer die Pflanze ständig mäht oder abschneidet, schwächt sie langsam. Aber das dauert. Eher Jahre als Wochen.
  • Kleine Stellen ausgraben
    Bei jungen Pflanzen oder kleinen Nestern kann Ausgraben funktionieren. Dabei muss man möglichst viele Wurzeln erwischen. Einfach ist das nicht – aber bei kleinen Flächen lohnt es sich.
  • Abdecken
    Manche decken die Fläche mit stabiler schwarzer Folie oder dickem Vlies ab. Dadurch bekommt die Pflanze kein Licht mehr. Das klappt manchmal ganz gut, braucht aber ebenfalls Zeit.

 

Gibt es einen Geheimtipp?

Neue Triebe sofort entfernen. Nicht erst warten, bis wieder zwei Meter hohe Pflanzen stehen.

Je öfter die Pflanze austreiben muss, desto mehr Energie verliert sie.

 

Hilft die Gemeinde?

Teilweise ja. Viele Gemeinden kennen das Problem inzwischen. Vor allem an Gewässern oder öffentlichen Flächen wird versucht, die Ausbreitung wenigstens einzudämmen.

Trotzdem lohnt es sich:

  • neue größere Bestände zu melden,

  • Fotos zu machen,

  • Nachbarn anzusprechen.

Denn wenn auf einem Grundstück bekämpft wird und direkt daneben alles stehen bleibt, kommt der Knöterich schnell zurück.

 

Unser Fazit

Der Japanische Staudenknöterich ist inzwischen auch bei uns angekommen. Komplett los wird man ihn oft nicht sofort. Aber wer früh reagiert und regelmäßig dranbleibt, kann die Ausbreitung zumindest bremsen.

Das Wichtigste:

  • keine Pflanzenreste verteilen,

  • nicht kompostieren,

  • regelmäßig schneiden,

  • Geduld haben.

 

Weitere Infos und Bilder

Der Freistaat Sachsen hat dazu einen guten Überblick mit Bildern und Tipps veröffentlicht:

https://www.landwirtschaft.sachsen.de/download/Staudenknoeterich_2022.pdf