Mähfreier Mai

Die Gartenbau-Gesellschaft 1822 ruft zur Aktion „Mähfreier Mai“ auf. Das bedeutet, die Wiese den ganzen Monat sprießen zu lassen. Ein Zeichen reiner Faulheit? Wohl kaum! Es gibt wichtige Gründe dafür. Beispielsweise bieten häufig gemähte Rasenflächen kaum Nahrung für Insekten sowie wenig Nistmöglichkeiten. Mäht man seltener, bekommen Wildblumen die Möglichkeit, ihre nektarreichen Blüten zu entfalten. Zum Wohle der Insekten und zur Freude der Menschen. Auf diese Weise können sich Schönheiten wie Ehrenpreis und Schlüsselblumen entfalten. Auch können sich darunter Wildkräuter wie Gänseblümchen oder Löwenzahn verstecken, die häufig als Unkraut verkannt werden, obwohl sie hohen ökologischen Nutzen haben und auch für den Menschen beispielsweise in Salaten eine Bereicherung darstellen.

Aber wie oft sollte man Rasen mähen und was ist zu beachten?

Das ist verschieden und kommt auf die Nutzung an. Einen Blumen-Kräuterrasen sollte man vier- bis sechsmal im Jahr mähen und eine Blumenwiese nur zwei- bis dreimal. Wichtig dabei ist es, die Mahd zum Trocknen auf der Fläche liegen zu lassen, damit die Samen ausfallen können. Außerdem sollte man dabei immer ein Stück Wiese stehen lassen, damit die Insekten einen Rückzugsort haben. Das Mähen mit Sichel, Sense und Freischneider ist dabei empfehlenswert. Um die Pflanzen zu schonen, ist es ratsam, den Rasen nicht zu kurz zu schneiden. Es sollte ca. eine liegende Bierflasche unter den Rasenmäher passen, damit man die Pflanzen und Insekten nicht schädigt. Für die richtige Pflege der Grünfläche ist es sinnvoll, organischen Dünger zu nutzen (sparsam) und keine Pflanzenschutzmittel einzusetzen. Das alles trägt dazu bei, die Artenvielfalt zu unterstützen und den Garten insektenfreundlich zu gestalten.

Fazit

Abschließend kann man sich natürlich fragen, ob das überhaupt etwas bringt, angesichts des massiven Insektensterbens. Auf jeden Fall! Denn 75% der Haushalte haben einen Garten, dazu kommen Schreber- und Gemeinschafts-gärten sowie öffentliche Grünflächen – also insgesamt sehr viel Fläche, auf die wir Einfluss nehmen können, um unsere kleinen Freunde zu schützen.

Weitere Informationen zum Thema und der Aktion  „Mähfreier Mai“ finden Sie unter http://dgg1822.de/2022/03/28/aktion-maehfreier-mai-2022/ .